Ach hätten Sie mich doch sterben lassen!“ Die alte Dame, gerade zurück verlegt von der Intensivstation, sah mich traurig und vorwurfsvoll an. „Ich habe mein Leben doch gelebt. Was jetzt kommt, ist nur noch Quälerei.“ Wir hatten sie nach einem plötzlichen Herzstillstand reanimiert. Ich klärte sie behutsam auf, dass sie jetzt mir gegenüber verbindlich festlegen könne, bei einem erneuten Herzstillstand nicht wiederbelebt werden zu wollen.Sie zögerte: „Das muss ich erst noch mal mit meiner Tochter besprechen“ – und kam nie wieder auf dieses Thema zurück.
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Artikel vom August 2007
Am Ende – lebensmüde
- 1. August 2007
- Ausgabe 31/07
Liebe Mutter,
ich schreibe dir nicht häufig. Ich erinnere mich noch an den ersten Brief, den ich dir schrieb – eine Schulaufgabe im Religionsunterricht. Jeder sollte einen Brief an einen Menschen schreiben, dessen Mut er bewundert. Zuerst dachte ich an Sophie Scholl, dann an dich.
- 1. August 2007
- Ausgabe 31/07
„Ganz alleine auf der Welt“
Hamburg – Borderlinepatienten sind chronisch selbstmordgefährdet. Doch hinter den Selbstmordversuchen steht oft das Unvermögen, sich anders mitzuteilen.
- 1. August 2007
- Ausgabe 31/07
„Was hat so ‘ne alte Frau vom Leben?“
Kirchliche Altenkreise genießen nicht überall einen guten Ruf. Auch manchen Pastoren bereiten sie Kummer. Und doch sind diese Angebote notwendiger denn je, meint unser Autor Michael Schwer.
Den vollständigen Artikel lesen…- 1. August 2007
- Ausgabe 31/07
Herr Behling und das Friedhofsmobil
Neumünster -Freitagmorgen, 10 Uhr. Mit einem Strauß weißer Gerbera in der Hand begrüßt Hella Griese den freundlichen Herrn, der sie vor ihrer Wohnungstür abholt. „Weiße Blumen hatte mein Mann besonders gern“, erzählt sie, während Uwe Behling die Beifahrertür des Friedhofmobils öffnet und seinem Gast beim Einsteigen behilflich ist. „Die meisten Damen sitzen gern vorn. Dann kann man sich besser unterhalten und das Gespräch ist ganz wichtig,“ erklärt Uwe Behling später. Er hört viele Lebensgeschichten und Leidesgeschichten. Etwas leiser fügt er hinzu: „Jede neue Begegnung berührt mich. Manchmal ist das gar nicht so leicht zu verarbeiten. Ich bin kein professioneller Seelsorger, sondern ich antworte aus dem Bauch heraus.“
- 1. August 2007
- Ausgabe 31/07