Artikel vom Mai 2008

„Es ist gut, dass es den Staat Israel gibt“

Plötzlich waren da all die neuen Schilder. Es dauerte einen kleinen Moment, bis ich begriff, was da passiert war. Zu seinem sechzigsten Geburtstag hat sich der Staat Israel tüchtig herausgeputzt. Am westlichen Eingang Jerusalems spannt sich eine gewagte neue Brücke über das Gewirr der Straßen – als eine Art riesiges Tor, welches zugleich an eine Harfe erinnert. Und nach Osten, zum Jordan hin, wurde die Straße völlig erneuert.

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  • 7. Mai 2008
  • Ausgabe 19/08
  • von Uwe Gräbe

Von der Trapp-Familie bis zur Lindenstraße

Nachkriegszeit, Deutschland liegt in Trümmern. Mühsam schüttelt sich „Otto Normalverbraucher“, dargestellt vom schlotterig-mageren Gert Fröbe, den Ruinenstaub von den Schultern. In den Zeiten von Schwarzmarkt und Rationierung ist Schmalhans Küchenmeister. Aber nicht lange: Schon wenige Jahre später konnten Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller in „Wir Wunderkinder“ spöttisch jubeln: „Jetzt kommt das Wirtschaftswunder. Der deutsche Bauch erholt sich auch und ist schon sehr viel runder. Jetzt schmeckt das Eisbein wieder in Aspik. Ist ja kein Wunder nach dem verlorenen Krieg.“

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  • 7. Mai 2008
  • Ausgabe 19/08
  • von Ortwin Löwa

Funktioniert die Familie nicht mehr?

Der Prozess gegen die Eltern von Lea-Sophie, die im November in Schwerin an den Folgen von Unterernährung starb, wirft auch die Frage nach dem Funktionieren der „Institution Familie“ auf. Barbara Eggert sucht nach Antworten.

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  • 7. Mai 2008
  • Ausgabe 19/08
  • von Barbara Eggert

Kirche noch ausbaufähig

Piratenschiff und Prinzessinnenschloss, Reiterhof und Raumstation, all das gibt es längst fürs Kinderzimmer. Pünktlich zu Pfingsten, zum Geburtstag der Kirche, kommt die ideale Ergänzung, zumindest in Deutschland, Schweden und ein paar anderen überwiegend protestantischen Ländern. Die katholischen Polen und Spanier und die orthodoxen Griechen müssen noch warten. Eine Kirche zum Spielen mit allem, was dazu gehört, mit Turm und bunten Fenstern, Brautpaar und Glockenläuten auf Knopfdruck.

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  • 7. Mai 2008
  • Ausgabe 19/08
  • von Margrit Wegner

„Trotz aller Wut, er ist mein Vater“

Ahrensbök – „Die Nazis, das waren immer die anderen – aber doch nicht unsere Eltern, das war viel zu nah“, kommentiert ein Zuhörer im alten Rathaus von Ahrensbök. Natürlich hätten sie sich damals im Zuge der 68er Bewegung untereinander befragt, im Freundeskreis, aber doch nicht in der eigenen Familie. Beate Niemann hat nachgefragt. Und sie hat Antworten bekommen. Antworten, die für sie nicht leicht zu verkraften waren. Sie ist Mitte April nach Ahrensbök gekommen, um ihre Geschichte und die ihres Vaters, des SS-Sturmbannführers und Massenmörders Bruno Sattler, zu erzählen.

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  • 7. Mai 2008
  • Ausgabe 19/08
  • von Simone Viere