Artikel vom Oktober 2008

Unser täglich Dank

Die Nüsse des Lebens lassen sich nicht zwischen weichen Kissen knacken. Es ist harte Arbeit, „klug und ohne falsch“ durchzukommen und jeden Tag einen Salut gen Himmel darzubringen. Wir sind leicht banal, merken wenig, schuften, raffen, rödeln – und wissen nicht, woher den Lebensmut nehmen, die Zuversicht, die Freudefähigkeit. Alles was morgen ist, wenn es auch Sorge ist, ich sagte gern ja. Aber woher die Kraft? Den vollständigen Artikel lesen…

  • 1. Oktober 2008
  • Ausgabe 40/2008
  • von Traugott Giesen

„Ein Mischbrot, bitte“

„Erst frühstücken, Kind“, sagte meine Oma. „Erst frühstücken, sonst wird der Tag nichts.“ Widerspruch nutzlos. Eine Tasse Milch, eine Scheibe Brot, zwei Stückchen Wurst, sonntags aus Butter und Kakaopulver angerührter Schokoladenaufstrich. An manchen Tagen aber gab es bloß noch den trockenen Kanten. Schwer zu kauen, aber für mich der Beginn des Brotkaufspiels. Den vollständigen Artikel lesen…

  • 1. Oktober 2008
  • Ausgabe 40/2008
  • von Dana Schmidt

Dekadent den Durst löschen

Hamburg – „Natürlich ist das dekadent“, sagt Wilfried Kopf, Maitre d`Hôtel im Atlantik Hotel Kempinski. „Bling H2O“ heißt das teure High-Society-Wasser aus einer Quelle im amerikanischen Tennessee, welches im Res­taurant an der Alster für 98 Euro pro 0,75 Liter zu haben ist. Nobel-Restaurants wie das Fischers Fritz in Berlin oder das Atlantik Hotel in Hamburg haben sogar extra eine Wasser-Karte im Angebot und leisten sich einen Wasser-Sommelier, der neben Wein und Champagner auch das passende Mineralwasser zum Essen empfehlen kannt. Das Atlantik-Hotel hat derzeit 40 ausgewählte Wässer – denn Mineralwasser liegt im Trend. Den vollständigen Artikel lesen…

  • 1. Oktober 2008
  • Ausgabe 40/2008
  • von Simone Viere

Nicht nur vom Brot allein

Am 28. Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, verließ Bertolt Brecht mit seiner Familie Deutschland und flüchtete nach Dänemark. Die „Deutsche Kriegsfibel“, die bei Svendborg entsteht, beginnt mit einem auf den ersten Blick gänzlich unpolitisch anmutenden Gedicht: Bei den Hochgestellten / Gilt das Reden vom Essen als niedrig. / Das kommt: sie haben / Schon gegessen. / Die Niedrigen müssen von der Erde gehen / Ohne vom guten Fleisch / Etwas gegessen zu haben. / Nachzudenken, woher sie kommen und / Wohin sie gehen, sind sie / An den schönen Abenden / Zu erschöpft. / Wenn die Niedrigen nicht / An das Niedrige denken / Kommen sie nicht hoch. Den vollständigen Artikel lesen…

  • 1. Oktober 2008
  • Ausgabe 40/2008
  • von Klaus Eulenberger

„Einfach machen – ganz oder gar nicht“

Hamburg – Seit vier Jahren feiert die Kirchengemeinde der Kreuzkirche „Über Kreuz-Gottesdienste für Neugierige“ – mit Erfolg. Die Zahl der Menschen, die von dieser Gottesdienstform angesprochen werden, liegt konstant um die 200 – aus allen Generationen–, und: In diesem Jahr erhielt das Gottesdienst-Modell den Ehrenpreis des nordelbischen Vicelin-Preises für missionarische Projekte und Initiativen. Den vollständigen Artikel lesen…

  • 1. Oktober 2008
  • Ausgabe 40/2008
  • von Dietrich Kreller