Das Pogrom vom 9.November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung war der Beginn eines Zivilisationsbruchs, der sich unter dem Namen Auschwitz in das Gedächtnis der Gegenwart einprägte. Was vorgeblich als Vergeltung auf das Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath gerechtfertigt und als Volksaufstand dargestellt wurde, war von den Nazi-Kampforganisationen SA und SS gesteuert, die ihren radikalen Kadern freie Hand für die Ausführung eines „Radau-Antisemitismus“ gaben, der entschlossen eine „Entjudung“ Deutschlands forderte. Den vollständigen Artikel lesen…
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Artikel vom November 2008
Christ sein mit jüdischen Wurzeln
Wohltorf – „Für die frühen Jesus-Gläubigen war es selbstverständlich, die Tora zu beachten.“ – Das hat heute jeder Pastor zu wissen. Dennoch tappen viele immer wieder in die Antijudaismusfalle, wenn sie die Freiheit eines Christenmenschen in leuchtenden Farben malen vor der dunklen Schablone des „pharisäischen Juden“, der mit seiner kleinlichen Gesetzestreue angeblich versucht, Gottes Gnade zu erkaufen. Den vollständigen Artikel lesen…
- 5. November 2008
- Ausgabe 45/2008
Zwischen Job, Familie und den Traditionen
hamburg – „Ich bin ein Spezialfall“, sagt Keren Kühn über sich selbst und lächelt. Sie nippt an ihrem Milchkaffee. Mit wachsamen Augen beobachtet sie durch eine Brille mit orangefarbener Fassung das Treiben um sich herum. Im jüdischen Café Leonar am Grindelhof in Hamburg herrscht an diesem Mittwochmittag ein ständiges Kommen und Gehen. Anzugträger gabeln sich durch ihr appetitlich aussehendes Mittagessen, junge Leute plaudern bei Kaffee oder Tee, die Universität ist gleich um die Ecke. Andere lesen Zeitung oder ein Buch, vielleicht eins aus dem deckenhohen Regal an der Wand des Cafés. Den vollständigen Artikel lesen…
- 5. November 2008
- Ausgabe 45/2008
Geist, Besitz und Mäzenatentum
Hamburg - Von den zwei möglichen Hamburger Stätten, die immer wieder einmal als mögliche Kandidaten für die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste genannt werden, ist eine – neben der Speicher- und Kontorhausstadt – der Jüdische Friedhof an der Königstraße in Altona. Seine Grabsteine sind Zeugen einer großen Beerdigungskultur, hervorragender künstlerischer Arbeit und ein Geschichtsbuch, denn auf vielen Grabsteinen werden ganze Lebensgeschichten erzählt. Den vollständigen Artikel lesen…
- 5. November 2008
- Ausgabe 45/2008
Hürdenlauf zur Anerkennung
Bad Segeberg- Fünf liberale, drei orthodoxe Gemeinden, zwei Verbände – ein Sportverein: 63 Jahre nach der Shoa blüht das jüdische Leben in Schleswig-Holstein wieder. Die vergangenen Jahre sahen eine Wiedergründung einer Gemeinde nach der anderen. Rund 3000 Menschen jüdischen Glaubens haben in diesen Gemeinden wieder eine religiöse Heimat gefunden. Den vollständigen Artikel lesen…
- 5. November 2008
- Ausgabe 45/2008